Die Freie evangelische Gemeinde Hamburg-Sasel ist Teil der Freien evangelischen Gemeinde in Norddeutschland mit über 35 Gemeinden und zahlreichen diakonischen Einrichtungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. In Deutschland sind über 400 Gemeinden im Bund Freier evangelischer Gemeinden zusammen geschlossen.

Wir wissen, dass wir nur ein kleiner Teil der weltweiten christlichen Gemeinde sind und suchen daher Gemeinschaft zu Christen anderer Freikirchen und Kirchen in der näheren Umgebung und darüber hinaus.

Freie evangelische Gemeinden gehören weltweit zu den evangelischen Freikirchen. Sie sind keine Sekten und verbreiten keine Sonderlehren. Freie evangelische Gemeinden nennen wir uns deshalb, weil wir die Trennung von Staat und Kirche betonen. Von beiden sind wir unabhängig.

Mit frei drücken wir aber vor allem unser Selbstverständnis als Freiwilligkeitsgemeinde aus. Nur aufgrund einer persönlichen Glaubensentscheidung - freiwillig - kann man bei uns Mitglied werden. Freiwillig und in

Verantwortung mit Gott stellen die Gemeindemitglieder Zeit und Geld zur Verfügung, Kirchensteuer gibt es bei uns nämlich nicht.

Wir bezeichnen uns als evangelisch, weil wir mit anderen evangelischen Kirchen das Erbe der Reformation teilen. Außerdem wollen wir damit zum Ausdruck bringen, dass wir uns bemühen, dem Evangelium gemäß zu leben und zu lehren. Gerade weil wir die Bibel als Maßstab für unseren Glauben nehmen, grenzen wir uns nicht von Christen anderer Benennungen ab. Im Gegenteil, wir pflegen den Kontakt zu Gemeinden aus Landes- und Freikirche, beispielsweise im Rahmen der Evangelischen Allianz.

Wir wollen weniger als Konfession, sondern lieber als Gemeinde von Gläubigen verstanden werden, die gemeinsam Gott dienen. In diesem Sinne feiern wir auch unsere Gottesdienste, in denen wir Gott loben und aus seinem Wort, der Bibel, Wegweisung für den Alltag erwarten. Um menschliche Kontakte und Vertiefung im Glauben geht es darüber hinaus in den Hauskreisen, die für uns einen sehr hohen Stellenwert haben.

* * *

 

Die Entscheidung für ein bewusstes Leben mit Jesus Christus ist für uns die notwendige Antwort auf die Liebe Gottes. Nicht die Entscheidung der Eltern oder einer Kirche bringt uns dazu, sondern wir antworten freiwillig auf die Einladung Gottes, ein Leben mit ihm zu führen, das die Vergangenheit ordnet, die Gegenwart prägt und Zukunft hat. Freiwillig haben wir uns auch der Gemeinde angeschlossen, um in einer verbindlichen Gemeinschaft mit anderen Christen zu leben.

Wir nennen uns "evangelisch", weil wir uns auf reformatorischem Boden bewegen und dem Evangelium von Jesus Christus vertrauen. Wir glauben, dass ein Christ nicht aufgrund eigener guter Werke lebt, sondern durch das, was Jesus für ihn getan hat. Mit den Reformatoren glauben wir, dass allein die Bibel verbindliche Grundlage für den Glauben, die christliche Lehre und unser Leben ist.

Wir sind der überzeugung, dass nur solche Menschen zu einer christlichen "Gemeinde" gehören können, die auf das große Ja Gottes zu allen Menschen mit ihrem persönlichen Ja des Glaubens antworten. Solche Leute gehören bei aller Unterschiedlichkeit zusammen. Nicht, weil wir uns so ähnlich sind oder so sympathisch finden, sondern weil Jesus Christus unser gemeinsamer Herr ist.

Zu den Gemeindeveranstaltungen sind selbstverständlich Christen und Nichtchristen, Begeisterte und Zweifler, Willensstarke und Labile, Vorwärtsdrängende und Mutlose willkommen.

* * *
 

In Sasel befand sich über lange Zeit die Zentrale der "Walddörfer-Arbeit" der Freien evangelischen Gemeinde Hamburg. Angefangen hat es 1935 mit einem Hausbibelkreis bei einer Familie am Saseler Mühlenweg. Er wurde von der damaligen Barmbeker Gemeinde betreut.

Während des zweiten Weltkrieges waren Versammlungen in Privathäusern offiziell verboten. Deshalb wurde der Hausbibelkreis geteilt in mehrere kleinere Gruppen, die abwechselnd in verschiedenen Privathäusern zusammenkamen. Nach Kriegsende fanden die Bibelstunden wieder gemeinsam am Saseler Mühlenweg statt, bis der Raum nicht mehr ausreichte und ein Klassenraum in der Schule Kunaustraße gemietet werden konnte, wo der Kreis weiter wuchs.

Zu der Zeit begannen einige Gemeindemitglieder in einer Wohnung in der Wölckenstraße eine Sonntagsschularbeit, die sehr bald etwa 60 Kinder umfasste und 1948 zur Bildung einer Jungschar aus Jungen und Mädchen führte. Im wesentlichen wegen der wachsenden Kinderzahl wurde es immer wichtiger, ein eigenes Gemeindehaus zu errichten.
Damals wurde das ehemalige "Gutsgelände" zwischen der Saseler Chaussee und den Straßen Mellande und Auf der Heide als Bauland parzelliert und in Erbpacht an Interessenten abgegeben. So kam die Gemeinde in den Jahren 1951 und 1952 zum ersten Gemeindehaus am Renettenweg 14 - dem heutigen Jugendzentrum. Gleich nach der Einweihung in der Adventszeit 1952 wurde der bereits seit zwei Jahren bei einer Familie in Volksdorf gehaltene Gottesdienst nach Sasel verlegt und ebenso ein in Farmsen beheimateter gemischter (!!!) Jugendkreis. Pastor Georg Schmidt wurde verantwortlicher Prediger für den ganzen "Gemeindebezirk Walddörfer".

Die Gottesdienste im neuen Gemeindehaus waren anfangs ziemlich schwach besucht. Der Saal war mit 30 bis 50 Besuchern meistens nur knapp halb besetzt. Nicht alle Gäste aus den Hausbibelkreisen kamen sonntags zu den Gottesdiensten der neuen Gemeinde. Erst nach etwa fünf Jahren war die "Freie evangelische Gemeinde in Sasel" gefestigt, und das Haus füllte sich allmählich. Die nächsten fünf Jahre ab 1957 brachten eine Verdopplung des Gottesdienstbesuches, so dass im Juni 1962 mit einer erheblichen Vergrößerung des Gemeindehauses begonnen werden musste. Nach der Einweihung der Erweiterung im November 1962 hatte die Gemeinde einen Gottesdienstsaal mit gut 150 Sitzplätzen. Bei Hinzunahme der angrenzenden Jugendräume konnten fast 200 Besucher untergebracht werden.

Obwohl schon 1962 auch in Ahrensburg ein Gemeindehaus eingeweiht werden konnte und sich die "Walddörfergemeinde" damit in zwei selbständige Gemeindebezirke geteilt hatte, war der erweiterte Saal im alten Gemeindehaus eigentlich nie zu groß.

Aus dem "Senfkorn" Hausbibelkreis von 1935 war 1962 ein blühender Baum mit zahlreichen Ästen und Zweigen geworden, dem Gott durch seinen Segen Wachstum und Gedeihen gegeben hatte. In der Zeit von 1950 bis 1960 war aus der gemischten Jungschar ein gemischter jüngerer Jugendkreis geworden, "Freundeskreis" genannt. Dieser Kreis hatte bei den Freizeiten im Sommer, Herbst oder zum Jahresende manchmal mehr als 60 Teilnehmer. Auch der Jugendkreis, der 1952 aus den Jugendkreisen in Siek und Volksdorf entstand und nun unter der Leitung von Pastor Georg Schmidt im Saseler Gemeindehaus zusammenkam, nahm eine gute Entwicklung mit bis zu 60 Besuchern und sehr gesegneten Freizeiten.

In den nachfolgenden Jahren - von 1966 bis 1973 unter Pastor Peter Strauch, danach unter Pastor Arnold Reich - wuchs die Gemeinde weiterhin stark an Mitgliedern und Gottesdienstbesuchern. Als Folge des Wachstums wurde 1975 der akute Raummangel für die Gottesdienste wieder ein Problem. Mehrere Planungen für die Erweiterung des Gemeindehauses Renettenweg 14 erwiesen sich als undurchführbar. Von der Liegenschaftsverwaltung des Bezirksamtes Wandsbek wurde der Gemeinde das gegenüber liegende Doppelgrundstück Renettenweg 11-13 zugesprochen.

Somit konnte 1978 der Neubau des heutigen Gemeindehauses eingeweiht werden.

 

Unsere bisherigen Pastoren 

1952  - 1967   
Georg Schmidt
1966  - 1973   Peter Strauch
1973  - 1979   Arnold Reich
1980  - 1990   Wolfgang Kraska
1990  - 1997   Erhard Baum
1995  - 1999   Boris Schmidt (Jugend)
1998  - 2009   Immo Czerlinski
2000  - 2007   Jens Richards Lagos (Jugend)
2007  - 2011   Simon Gottschick (Jugend)
seit   2009   Siegfried Petry
2011   2013   Benjamin Morise (Jugend)
2013   2017   Eugen Vogel (Jugend)
ab   2017   Kevin Schwehn (Jugend)

 * * *

 

Die Freie evangelische Gemeinde Hamburg-Sasel ist Teil der Freien evangelischen Gemeinde in Norddeutschland mit über 35 Gemeinden und zahlreichen diakonischen Einrichtungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. In Deutschland sind über 400 Gemeinden im Bund Freier evangelischer Gemeinden zusammen geschlossen.

Weiterführende Links:

 Darüber hinaus sind wir verbunden mit vielen Gemeinden und Werken in Hamburg und ganz Deutschland, beispielsweise:

* * *

 

Freie evangelische Gemeinden werden getragen von Mitgliedern, die in verbindlicher Gemeinschaft Gott die Ehre geben und ihm dienen wollen. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist einzig und allein der persönliche Glaube an Jesus Christus. Die Mitglieder der Ortsgemeinde tragen gemeinsam Verantwortung: füreinander, für das Leben und die Entwicklung der Gemeinde. Sie setzen sich entsprechend ihren von Gott geschenkten Gaben ein. Das entspricht dem neutestamentlichen Verständnis von Gemeinde.

In Freien evangelischen Gemeinden wird kein fester Mitgliedsbeitrag erhoben. Die Finanzierung der Gemeindearbeit erfolgt ausschließlich durch freiwillige Spenden der Mitglieder und Freunde.

Wenn Sie sich mit der Frage nach einer verbindlichen Zugehörigkeit zur Freien evangelischen Gemeinde Hamburg-Sasel beschäftigen, können Sie einen unserer Pastoren oder Ältesten ansprechen (siehe unter Kontakt).

Zum Seitenanfang